"Gesicherte Zukunft am Bau in M-V" am 14.06.2017 HS Wismar

14.06.2017

Bauplaner und bauausführende Unternehmen müssen seit Kurzem mit neuen rechtlichen Regeln aus Luxemburg und Brüssel umgehen: Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil C-100/13 die deutschen Bauregellisten kritisiert und eine Novellierung gefordert. Nach einer zweijährigen Übergangsfrist werden in den Bundesländern die Muster-Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen nun in Landesrecht umgesetzt. Für Planer und Bauunternehmen heißt dies, dass die Leistungen für die eingesetzten Bauprodukte zukünftig anders ausgeschrieben werden müssen.

Als Ansprechpartner der Länder und als Experte beim EuGH war das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in die EuGH-Rechtssache involviert.

Auf einer gemeinsam durch die Handwerkskammer Schwerin, der IHK zu Schwerin, der Hochschule Wismar und dem Bauverband M-V e.V. initiierten Veranstaltung spricht der Präsident des DIBt, Gerhard Breitschaft am 14. Juni 2017 an der Hochschule Wismar über die Folgen der Abschaffung der Bauregelliste. In Mecklenburg-Vorpommern und den meisten anderen Bundesländern ist diese Novellierung noch im parlamentarischen Prozess.

In weiteren Vorträgen berichten Professor Martin Wollensak über „Ressourcen- und energieeffizientes Bauen aus Sicht eines wissenschaftlichen Planers“ und Hartmut Gräter über technische Neuerungen auf dem Hochschulcampus in Wismar.

Technologie- und Innovationsberater Oliver Greve informiert über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen und der Hochschule Wismar. Abschließend haben die Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit einer Campustour, bei dem neue und erneuerte Gebäude sowie technische Anlagen einer modernen Hochschule vorgestellt werden.