Baukonjunktur: Beschäftigung und Umsatz unter Vorjahresniveau
24.07.2026
(Schwerin, 24.07.2026) Im Mai ist der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresmonat über alle Bausparten hinweg mit -6,6 % deutlich gesunken. Der baugewerbliche Umsatz lag mit 23,2 % im Mai hingegen deutlich im Plus. Im Gesamtzeitraum Januar bis Mai ist er mit einem Minus von 4,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch zurückgegangen. Mecklenburg-Vorpommern liegt hier im Ländervergleich auf Platz 13.
„Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete ein Plus von 6,2 Prozent beim realen Auftragseingang in den ersten fünf Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz liegt mit einem preisbereinigten Minus von 7,7 Prozent weiterhin im negativen Bereich und auch die Arbeitsstunden sind mit einem Minus von 11,7 Prozent unverkennbar zurückgegangen. Die Baukonjunktur in M‑V befindet sich noch nicht in einer echten Erholung. Der Auftragsbestand verbessert sich zwar dank öffentlichem Bau und Infrastrukturprojekten, diese Aufträge schlagen sich aber bislang noch nicht in Umsatz und Beschäftigung nieder. Der Wohnungsbau bleibt das größte Konjunkturrisiko, während Tiefbau und Öffentlicher Bau die Branche stützen“, erklärt Dr. Jörn-Christoph Jansen, Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V., anlässlich der Vorstellung der monatlichen Eckdaten des Baugewerbes für Mecklenburg-Vorpommern per 30.06.2026, die vom Statistischen Amt M-V und dem Statistischen Bundesamt herausgegeben wurden.
Umsatz
Der Gesamtumsatz lag im Mai 2026 bei einem Plus von 23,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Wohnungsbau mit +173,0 % und der Hochbau mit +83,6 % tragen dieses positive Monatsergebnis. Demgegenüber weisen der Öffentliche Bau mit -10,2 %, der Tiefbau mit -9,8 % und der Wirtschaftsbau mit -5,4 % negative Zahlen aus.
„Die Umsatzzahlen verdeutlichen, dass von einer durchgreifenden Erholung noch nicht gesprochen werden kann. Die positiven Impulse kommen vor allem aus einzelnen Projekten im Wohnungs- und Hochbau. Die großen Volumenträger der Branche – insbesondere Tiefbau und Öffentlicher Bau – erreichen jedoch noch nicht das Umsatzniveau des Vorjahres“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Jansen.
Auftragseingänge
Die Auftragseingänge liegen im Mai 2026 bei -6,6 % und damit unter dem Vorjahresniveau. Während der Tiefbau mit +1,7 % noch leicht positiv abschließt, weisen alle anderen Sparten negative Zahlen aus: der Hochbau mit -19,2 %, der Wohnungsbau mit -18,7 %, der Wirtschaftsbau mit -4,7 % und der Öffentliche Bau mit -4,1 %.
„Der Auftragseingang in Mecklenburg-Vorpommern bleibt im Jahresverlauf auf Wachstumskurs. Allerdings zeigt der deutliche Rückgang im Mai, wie fragil die Erholung noch ist. Während Infrastruktur- und öffentliche Bauvorhaben die Nachfrage stützen, bleibt der Wohnungsbau weiterhin die größte Schwachstelle der Baukonjunktur“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes M-V Dr. Jansen.
Beschäftigung
„Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe Mecklenburg-Vorpommerns bleibt trotz der anhaltend schwierigen Baukonjunktur bemerkenswert stabil. Die Unternehmen halten ihre Fachkräfte an Bord, obwohl Umsatz und Arbeitsstunden noch unter Vorjahresniveau liegen“, schließt Dr. Jansen.
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