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Bauverband M-V fordert eigenständiges Bauministerium Präsident Maync: „Bauen braucht klare Zuständigkeiten und eine starke politische Stimme“

24.09.2026

(Schwerin, 24.09.2026) Mit Blick auf die in Aussicht stehenden Sondierungsgespräche zwischen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen fordert der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. die Einrichtung eines eigenständigen Bauministeriums in der kommenden Landesregierung.

„Die Herausforderungen im Wohnungsbau, bei der Infrastruktur und der Umsetzung öffentlicher Investitionen sind so groß wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dafür braucht das Bauen eine starke politische Vertretung und gebündelte Zuständigkeiten in einem eigenen Ressort“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync, Präsident des Bauverbandes M-V.

Der Verband sieht die bisherige Aufteilung zentraler Zuständigkeiten auf verschiedene Ministerien kritisch. Wohnungsbau, Bauordnungsrecht, Infrastruktur, Förderpolitik, Vergabe sowie zahlreiche investitionsrelevante Themen werden derzeit von unterschiedlichen Ressorts verantwortet. Dies führte zu unnötigen Abstimmungsverlusten, längeren Entscheidungswegen und zusätzlicher Bürokratie.

Aus Sicht der Bauwirtschaft muss die künftige Landesregierung deshalb die politischen und administrativen Voraussetzungen schaffen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren weiter zu beschleunigen, Investitionen schneller umzusetzen und den Wohnungsbau wirksam voranzubringen.

Besondere Bedeutung gewinnt diese Forderung vor dem Hintergrund der anstehenden Infrastrukturinvestitionen der kommenden Jahre. „Mit den zusätzlichen Milliardeninvestitionen in die öffentliche Infrastruktur wird die Baupolitik zu einem der zentralen Handlungsfelder der nächsten Legislaturperiode. Das Thema Bauen darf deshalb nicht lediglich ein Anhängsel innerhalb eines Innenministeriums sein“, so Maync weiter.

Gleichzeitig betont der Verband die hohe Bedeutung der inneren Sicherheit. Maync: „Auch die Themen Polizei, Brand- und Katastrophenschutz sowie die innere Sicherheit insgesamt verdienen die volle Aufmerksamkeit einer eigenständigen politischen Führung. Beide Politikfelder sind zu wichtig, um innerhalb eines gemeinsamen Ressorts um Prioritäten und Kapazitäten konkurrieren zu müssen.“

Der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern fordert daher, die Zuständigkeiten für Bauen, Wohnen, Infrastruktur und die wesentlichen investitionsbezogenen Förderprogramme in einem eigenständigen Bauministerium zusammenzuführen und diese Zielsetzung im Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung zu verankern.

„Wer mehr Wohnraum schaffen, Infrastruktur modernisieren und Investitionen beschleunigen will, braucht klare Verantwortlichkeiten. Ein eigenständiges Bauministerium wäre ein wichtiges Signal für Wirtschaft, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen“, so Präsident Maync abschließend.

2026_09_24_Bauverband M-V_fordert_eigenständiges_Bauministerium (101,52 KB)