Bauverband Mecklenburg-Vorpommern – „2026 Wende für die Branche, aber nicht für jedes Unternehmen“
28.01.2026
(Schwerin, 28.01.2026) Anlässlich eines Pressefrühstücks hat der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. heute das Baujahr 2025 ausgewertet und auf das neue Baujahr 2026 vorausgeblickt.
„Das Baujahr 2025 war das vierte schlechte Baujahr in Folge, obwohl es wenigstens zaghaft bergauf ging. Unsere Branche hat 2025 80 bis 100 Millionen Euro weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Das ist in etwa die Arbeit für 400 bis 500 gewerbliche Arbeitnehmer, die 2025 gefehlt hat. Um etwa diese Zahl ist auch die Beschäftigung in unserer Branche gesunken. Während es für den Hochbau etwas besser lief als zu Jahresbeginn 2025 prognostiziert, lief es für den Tief- und insbesondere den Straßenbau wider Erwarten schlechter“, fasst der Präsident des Bauverbandes M-V, Herr Dipl.‑Ing. (FH) Thomas Maync, das Baujahr 2025 zusammen.
„Auf 2026 gucken wir verhalten optimistisch. Die Investitionen aus den Sondervermögen Infrastruktur und Bundeswehr lassen zwar weiterhin auf sich warten. Planungs- und Ausschreibungsphasen dauern zu lange, als dass sich das 2026 noch positiv auswirken wird. Das Geld ist noch nicht am Markt. Andere Bundesländer sind da ganz offensichtlich schneller“, so Thomas Maync weiter.
„Dennoch geht es für die Branche 2026 nach langer Talfahrt wieder bergauf. Obwohl im Doppelhaushalt 2026/2027 die Investitionsquote im Gegensatz zur Personalquote jährlich abgesenkt wird, ist mit 370 Millionen Investitionen aus dem Sondervermögen zu rechnen, und damit kommt auch in M-V wieder etwas Bewegung in den Bau. Wir rechnen 2026 mit einem realen Wachstum von ein bis zwei Prozent, das ist konjunkturell die Wende für die Branche, wenn auch nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen. Der Wohnungsbau wird beispielsweise nur langsam Fahrt aufnehmen, und die prognostizierten Fertigstellungszahlen werden erst einmal weiter heruntergehen“, erläutert Präsident Maync.
Unterstützt wird diese Aussage von der brancheninternen Umfrage, wonach nur 18 % der Umfrageteilnehmer mit Schwerpunkt Hochbau für 2026 eine bessere Umsatzentwicklung als 2025 erwarten. 46 % erwarten keinen spürbaren Effekt des Bauturbos. Insgesamt geht nur jeder neunte Umfrageteilnehmer für 2026 von einer etwas besseren Umsatzentwicklung als 2025 aus.
Pressemitteilung vom 28.01.2026 (193,72 KB)