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Bauwirtschaft in M-V: Deutliches Orderplus im Juni gibt Hoffnung auf Trendwende 2027

27.08.2026

(Schwerin, 27.08.2026) Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zeigt zur Jahresmitte 2026 ein gemischtes Bild. Während die Auftragseingänge im ersten Halbjahr deutlich um real 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen konnten, bleiben Umsatz, Arbeitsstunden und Beschäftigung hinter der positiven Entwicklung zurück.

„Die Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern profitiert inzwischen von einer spürbaren Belebung bei den Aufträgen. Allerdings zeigt sich noch nicht die gesamte Wirkung dieser Entwicklung in den Umsatz- und Beschäftigungszahlen. Die Unternehmen arbeiten weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld“, erklärt Dr. Jörn-Christoph Jansen, Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V., anlässlich der Vorstellung der monatlichen Eckdaten des Baugewerbes für Mecklenburg-Vorpommern per 30.06.2026, die vom Statistischen Amt M-V und dem Statistischen Bundesamt herausgegeben wurden.

Umsatz

Der Gesamtumsatz lag im Juni in M-V bei einem Plus von 24,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr lag der baugewerbliche Umsatz nominal um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Preisbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang von 1,8 %. Bundesweit verzeichnete die Bauwirtschaft nominal ein Umsatzplus von 2,8 %, real jedoch ebenfalls ein Minus von 0,7 %.

Während sich der Tiefbau mit -10,4 %, der Öffentliche Bau mit -7,9 % und der Wirtschaftsbau mit -6,6 % im gesamten ersten Halbjahr negativ entwickelten, haben der Hochbau mit 21,5 % und der Wohnungsbau mit 38,4 % zugelegt.

„Die Umsatzentwicklung zeigt eine deutliche Zweiteilung der Baukonjunktur in Mecklenburg-Vorpommern: Während Wohnungsbau und Hochbau nach den schwierigen Vorjahren spürbar anziehen, bremsen rückläufige Umsätze im Wirtschafts-, Tief- und im Öffentlichen Bau die Gesamtentwicklung, sodass das leichte Umsatzplus nominal preisbereinigt nicht für ein reales Wachstum ausreicht“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Jansen.

Auftragseingänge

Die Auftragseingänge liegen im Juni 2026 mit 57,7 % deutlich über dem Vorjahresmonatsniveau. Mit Ausnahme des Wohnungsbaus (-17,7 %) verzeichnen alle Bausparten ein Orderplus: der Öffentliche Bau mit 10,7%, der Hochbau mit 19,7 %, der Tiefbau mit 82,9 % und der Wirtschaftsbau mit 150,3 %

„Dank der guten Juni-Werte entwickelten sich die Auftragseingänge im ersten Halbjahr erfreulich. Gegenüber dem Vorjahr legten sie nominal um 17,1 Prozent und preisbereinigt um 12,9 Prozent zu. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern deutlich über dem Bundesdurchschnitt von real 2,1 Prozent. Ob es sich hierbei aber wirklich um eine unerwartete Trendwende oder nur um ein einmaliges Monats-Strohfeuer handelt, bleibt abzuwarten“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Jansen.

Beschäftigung

„Entsprechend den Umsatzzahlen ist auch die Beschäftigung – wenn auch nur um 0,3 Prozent – rückläufig. Demgegenüber beginnen mehr als 270 Auszubildende in unserer Branche im Herbst ihr erstes Ausbildungsjahr und wissen, dass die Bauwirtschaft ein stabiler Arbeitgeber ist und auch bleiben wird“, schließt Dr. Jansen.

2026_08_27_Daten & Fakten_Juni_2026 (192,94 KB)